Sexualtherapie nach Sexocorporel in Berlin

Sexualität kann gelernt werden

Viele Menschen gehen davon aus, dass Sexualität etwas ist, das entweder funktioniert oder nicht funktioniert. Wenn Schwierigkeiten auftreten, entsteht schnell die Sorge, etwas stimme nicht mit ihnen oder ihrer Beziehung. Meine Erfahrung ist eine andere. Sexualität ist zu einem großen Teil eine Lernerfahrung. So wie wir sprechen, Fahrrad fahren oder mit Konflikten umgehen lernen, lernen wir auch unsere Sexualität. Genau deshalb können viele sexuelle Schwierigkeiten verändert werden.

 

Der sexualtherapeutische Ansatz Sexocorporel hat mich vor allem deshalb überzeugt, weil er Sexualität nicht nur psychologisch betrachtet, sondern den Körper aktiv mit einbezieht. Er verbindet körperliche, emotionale und partnerschaftliche Aspekte der Sexualität und bietet konkrete Möglichkeiten, neue Erfahrungen zu machen.

 

Typische Themen in der Sexualtherapie sind:

  • Erektionsprobleme

  • vorzeitiger Samenerguss

  • Leistungsdruck

  • Unsicherheit in der Sexualität

  • Veränderungen des Lustempfindens

  • unterschiedliche sexuelle Bedürfnisse

  • Unsicherheiten in der sexuellen Entwicklung

  • der Wunsch, die eigene Sexualität stärker zu entdecken

Oft beobachte ich auch, dass eine Person nach einiger Zeit in der Beziehung ihr eigene Sexualität bewusster wahrzunehmen und eigene Wünsche klarer zu formulieren beginnt. Das kann sehr bereichernd für die Partnerschaft sein, führt jedoch oft auch zu Verunsicherungen und Irritationen innerhalb der Partnerschaft.


Sexualität ist eine Sprache der Liebe

Für mich ist Sexualität mehr als eine körperliche Handlung. Ich verstehe Sexualität als eine Verkörperung von Liebe und oft auch als eine besondere Sprache der Liebe. Über Sexualität erleben Menschen Nähe, Lebendigkeit, Verbundenheit und Intimität. Gleichzeitig zeigt sich in der Sexualität häufig auch, wie Menschen mit ihren Bedürfnissen, Wünschen und Grenzen umgehen. Deshalb können Schwierigkeiten in der Sexualität wichtige Hinweise auf persönliche oder partnerschaftliche Entwicklungsthemen geben.



Der Körper erlebt Sexualität

Das besondere des Sexocorporel-Ansatzes besteht darin, dass der Körper aktiv in die therapeutische Arbeit einbezogen wird. Denn Sexualität findet nicht nur im Kopf statt.

 

Viele Menschen versuchen, sexuelle Schwierigkeiten ausschließlich über Gespräche zu lösen. Gespräche können hilfreich sein, sie reichen jedoch häufig nicht aus. Wenn Sexualität über Jahre hinweg auf eine bestimmte Weise gelernt wurde, braucht es oft neue Erfahrungen und neue körperliche Lernerfahrungen.

 

Der Körper erlebt Erregung, Lust, Spannung, Entspannung und Befriedigung. Deshalb arbeite ich in der Sexualtherapie nicht nur mit Gesprächen, sondern auch mit konkreten Übungen und Entwicklungsaufgaben, die die Paare zuhause machen.



Sexualität braucht Selbstwert

Zwischen Sexualität und Selbstwert besteht aus meiner Sicht ein enger Zusammenhang.

Wer sich selbst nicht zeigen kann, seine Wünsche nicht kennt oder Angst vor Ablehnung hat, wird häufig auch in der Sexualität Schwierigkeiten erleben. Deshalb spielt die Fähigkeit, mit sich selbst verbunden zu sein, eine wichtige Rolle.

 

Hier gibt es eine enge Verbindung zu den Konzepten von David Schnarch und zur Differenzierung. Je besser Menschen sich selbst kennen und akzeptieren, desto leichter können sie sich auch in der Sexualität authentisch zeigen.



Der Ansatz Sexocorporel ist für mich eine wertvolle Ergänzung zu den anderen Methoden, mit denen ich arbeite. Während Emotionsfokussierte Paartherapie, systemische Ansätze oder die Arbeit nach David Schnarch wichtige emotionale und partnerschaftliche Aspekte beleuchten, richtet Sexocorporel den Blick unmittelbar auf die körperliche Dimension der Sexualität.

Gerade diese Verbindung von Körper, Emotionen und Beziehung ermöglicht häufig Veränderungen, die über Gespräche allein nur schwer erreichbar wären. Ich bin überzeugt, dass Sexualität ein lebenslanger Entwicklungsprozess ist und dass Menschen ihre Sexualität in jedem Lebensalter neu entdecken, erweitern und gestalten können.